Der Sommer steht bevor - und damit auch die erste Hitzewelle. Denn aufgrund des Klimawandels steigt die Wahrscheinlichkeit und die Häufigkeit von Hitzetagen und "Tropennächten". Auch in Thüringen ist diese Entwicklung immer deutlicher spürbar. Die Stadt Jena hat dabei einen Sonderstatus: Sie ist mit als urbane Region mit dicht besiedelten und versiegelten Flächen und aufgrund ihrer Tallage besonders von Hitzestress betroffen.
Hitze ist dabei eines der größten klimawandelbedingten Gesundheitsrisiken: Hitzebelastung kann erhebliche Auswirkungen auf die physische und psychische Gesundheit haben, sowohl im privaten Umfeld als auch am Arbeitsplatz. Dabei ist nicht nur die "Arbeit im Freien" betroffen, sondern auch die Arbeit am Schreibtisch im Büro oder im Home Office kann bei Hitze belastend sein.
Ziel der Infoveranstaltung ist es, die Teilnehmenden für das Thema Hitzebelastung und die Gefahren für Gesundheit und Leistungsfähigkeit zu sensibilisieren.
Im ersten Teil der Veranstaltung erhalten die Teilnehmenden einen Überblick über die Klimaentwicklung in Jena und Thüringen sowie über politische Maßnahmen wie den Jenaer Hitzeaktionsplan. Außerdem werden die Auswirkungen von Hitze auf den menschlichen Körper erläutert. Dabei werden u.a. auch vulnerable Personengruppen sowie Anzeichen von Hitzestress thematisiert.
Im zweiten Teil der Veranstaltung werden Schutzmaßnahmen und praxisnahe Strategien zum Umgang mit Hitze vorgestellt: Die Referentinnen und Referenten informieren über organisatorische, betriebliche und arbeitsschutzrechtliche Aspekte. Außerdem erhalten die Teilnehmenden Tipps für den persönlichen Gesundheitsschutz und zur Prävention.
• Daniel Knopf, Klimaanpassungskoordinator Stadt Jena
• Dr. med. Anne Seidel, Fachärztin für Arbeitsmedizin, Arbeitsmedizinischer Dienst am Universitätsklinikum Jena
• Matthias Fleischer, Leiter Stabsstelle Arbeitssicherheit der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Die Teilnehmenden sollen:
• ein Bewusstsein für die gesundheitlichen Auswirkungen des Klimawandels entwickeln, insbesondere von Hitze
• praktische Strategien kennenlernen, um Hitzebelastung am Arbeitsplatz zu reduzieren,
• einen Überblick über Anforderungen aus dem Arbeitsrecht und Arbeitsschutz erhalten
• die Bedeutung von Präventionsmaßnahmen und Eigenverantwortung verstehen.
Die Veranstaltung richtet sich vor allem an wissenschaftliche und nicht-wissenschaftliche Mitarbeitende aller Hierarchieebenen der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Interessierte Studierende sind aber ebenfalls willkommen.
Die Anmeldung ist bis zum 4.5.2025 möglich.
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