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Description
Die Querschnittsstudie erfasste Hygienewissen, digitale Gesundheitskompetenz, Arbeitszufriedenheit sowie Teamwork und Patientensicherheit bei Rettungskräften und Notärzten. Sie zeigte Wissensdefizite zu Basishygiene, PSA und MRE-Management und leitet daraus den Bedarf für ein kombiniertes praxisorientiertes Präsenz- und Online-Schulungskonzept ab.
Zielgruppe: Mitarbeitende aus dem wissenschaftsunterstützendem Bereich
Abstract
Ziel der Studie war es, das Wissen von Rettungskräften und Notärzten zu Hygiene und Infektionsprävention im Rettungsdienst zu erfassen. Untersucht wurden das Händehygienewissen nach WHO-Standard sowie Kenntnisse zu Basishygienemaßnahmen, persönlicher Schutzausrüstung (PSA) und dem Management von Patienten mit multiresistenten Erregern (MRE). Zudem wurden Zusammenhänge mit digitaler Gesundheitskompetenz, Arbeitszufriedenheit sowie Teamwork und Patientensicherheit analysiert, um Anforderungen für die Entwicklung eines praxisorientierten Train-the-Trainer-Präsenzformats und einer ergänzenden Online-Schulung abzuleiten. Es wurde eine quantitative Querschnittsstudie mittels Online-Fragebogen durchgeführt (März–September 2025; n = 72). Eingesetzt wurden das DHLI, der WHO-Fragebogen zum Händehygienewissen, ein Wissenstest zu Basishygiene/PSA/MRE, KAFA sowie FTPS. Das Händehygienewissen lag überwiegend auf moderatem Niveau (59,5%). Notärzte erreichten häufiger ein gutes Wissensniveau als Rettungskräfte (57,1% vs. 28,6%) und beantworteten insbesondere Fragen zu Transmissionswegen häufiger korrekt. Die Kenntnisse zu Basishygiene, PSA und MRE waren überwiegend schwach bis moderat. Die Ergebnisse weisen auf Schulungsbedarfe hin und bildeten die Grundlage für die Entwicklung eines kombinierten Schulungskonzepts aus praxisorientierter Präsenzschulung und ergänzender Moodle-basierter Online-Schulung.