Speaker
Description
Es stellen sich im Angesicht von LLM auch neue Fragen zur Authentizität von Texten und der Autorenschaft dieser - dies unter der Prämisse, dass Sprache seit 2022 nicht wie bei Aristoteles und Descartes vorausgesetzt nur menschlich ist.
Zielgruppe: Studierende, Lehrende und Mitarbeitende
Abstract
„Ad Fontes“, die humanistische Forderung zurück zu den Ursprüngen, ist in der Zeit von Large Language Modellen (LLM) so anschlussfähig zu sein wie lange nicht. Neue Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI), im Englisch AI, ermöglichen immer bessere Überset-zungen. Dadurch werden auch im wissenschaftlichen Betrieb immer mehr Quellen zugänglich, die zuvor hinter einer Sprachbarriere verborgen blieben. LLM könnten optimistisch gesehen wissenschaftlichen Betrieb erweitern und angeschlossen an die humanistische Forderung Debat-ten durch wieder rezipierte Quellen beleben und zusammenführen. Ein Feedback durch KI ist zudem besser als keines, was im beispielhaften Anwendungsfeld der Fachdidaktik an der Friedrich-Schiller-Universität eingeübt wird [1]. KI als Zukunftstechnologie ist in der Welt, Pandoras Box wurde geöffnet. Deshalb erhält der Umgang mit dieser Umwälzung große Fragen, welche Zukunft wir erben, welche Folgen für Wissenschaft Gesellschaft und die Gestaltung von Hand-lungsräumen für die Welt von Morgen entstehen.
1 Vgl. Helm, Gerrit. (2024) Schreiben mit KI-Workshop, https://schreibenmitki.de/Projekt.
2 Vgl. Coeckelbergh, Mark; Gunkel, David J. (2025): Communicative AI. A critical introduc-tion to large language models. Cambridge, Hoboken: Polity S. 9f.